HEAVYHARBOR
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Besetzung:

Instrumentalalbum

Derek Sherinian (Keyboard)

Tony Franklin (Bass)

Jerry Goodman/Mahavishnu Orchestra (Geige)

Allan Holdsworth (Gitarre)

Steve Lukather/Toto (Gitarre)

Simon Phillips/Toto (Schlagzeug)

Steve Stevens (Gitarre)

Zakk Wylde/Ozzy Osbourne (Gitarre)

 

Tracklist:

  1. Day of the dead
  2. Alpha burst
  3. God of war
  4. Goin´ to Church
  5. El Flamingo Suave
  6. Tojan Horse
  7. One way or the other
  8. A View from the Sky
  9. The River Song

Da wird einem allein schon recht schwindelig, wenn er die bekannten Namen Zakk Wylde, Steve Stevens, Steve Lukather, Simon Phillips, John Sykes, Marco Mendoza auf dem Album von Derek Sherinians liest. Das Cover ist auch irgendwie genial in der griechischen Myhtologie gehalten perfekt, nur schade das es eigentlich wieder ein Instrumental Album des Keyboarder und Komponist Derek Sherinian ist. Im Laufe seiner Karriere spielte er bei Planet X, Dream Theater, Alice Cooper und sogar Kiss. Sein kreatives und spielerisches Potenzial schöpft er aber erst mit seinem Soloalbum hier richtig aus, bei dem ihm ein hochkarätiger Musikerstab wie oben schon erwähnt unterstützt. Nachdem er bei seiner letzten CD „Black Utopia“ mit Al DiMeola und Yngwie Malmsteen arbeitete, wartet sein drittes Album „Mythology“ unter anderem mit Beiträgen von Steve Stevens (Billy Idol), John Sykes (Blue Murder) und Allan Holdsworth (UK) auf. „Ich spiele die Rolle eines Komponisten und Casting-Agenten in einer Person“, „Ich weiß immer schon lange vorher, wen ich für einen bestimmten Song haben möchte“, „So wusste ich auch, dass ich Allen Holdsworth gewinnen wollte, aber es war ein langer Prozess, die Verbindung herzustellen und ihn in das neue Projekt einzubinden“ sagt Derek Sherinian. Nun, ich kann jedenfalls auch sagen, dass es sich gelohnt hat. Holdsworth einmaliges Gitarrenspiel, mit dem er einst UK seinen Stempel aufdrückte, bereichert so manches Stück auf „Mythology“. Der krachende Opener gibt sogleich Gelegenheit, seine Kunst zu kosten: „Day of the Dead“ ist der wohl härteste Song, zu dem Holdsworth je seine Saiten ins Schwingen brachte. In diesem Stück stehen sie in herrlichem Kontrast zu Zakk Wyldes Metal-Monsterriffs oder werden von Derek mit schwebenden Keyboardsounds unterlegt, die seinem „summenden“ Stil sehr entgegen kommen. Wird man hier doch an Songs wie bei Ozzy erinnert! In „Trojan Horse“ reitet er zunächst unisono mit Mahavishnu Orchestra-Fiedler Jerry Goodman einen rasanten und vertrackten Parcours ab, bevor er mit seiner sanft gleitenden Soloakrobatik betört und sich mit Goddman Duelle auf höchstem Niveau liefert. Steve Stevens, der Gast aus Idols Band, steuert ganz andere, im Zusammenspiel mit Sherinians Truppe aber ebenso spannende Töne bei. Im straight rockenden „Alpha Burst“ erinnert sein Gitarrenspiel an Altmeister Jeff Beck, während er bei „Goin´To Church“ virtuos Flamenco zelebriert und sich in „A View From The Sky“ von seiner romantischen Seite zeigt. Dritter im Bunde, der geladenen Saitenmeister ist John Sykes von Blue Murder. Die treibende Metalnummer „God of War“ ist ihm mit seiner Kombination aus stolpernden Speedriffs und viel Raum für orgiastische Solis wie auf den Leib geschnitten. Unnötig zu erwähnen, dass auch Sherinians Stammbesetzung hier wieder in Bestform agiert. So ist „Mythology“ einmal mehr ein anspruchsvolles Heavyrock-Album in Allstar-Besetzung, mit Verbindung zu Metal und Progressive und dezenten Jazz- und Folkanklängen geworden. Ich muss wirklich sagen, dass ich anfangs recht skeptisch an dieses Review herangegangen bin, da ich Instrumental Alben eigentlich nicht mag, aber Derek Sherinian hat mich wirklich überrascht. Er sollte nur einen geeigneten Sänger finden, dann wäre das Album noch perfekter! Derek Sherinian thinks big – der Erfolg gibt ihm Recht!

 

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© Odette Cedergren